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Zahl und Zeit

Zahl und Zeit

Buch
Autor: M.-L. von Franz
vorrätig
1970
ISBN: 3-608-93155-4

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Die Wissenschaft setzt Materie und Psyche, scheinbar getrennte Gebiete, seit einiger Zeit in Beziehung zueinander. Es stellte sich nämlich heraus, daß die Tiefenpsychologie auf der einen Seite, Mathematik und Atomphysik auf der anderen, obwohl auf getrennten Wegen vorgehend, zu vergleichbaren Erkenntnissen gelangten. Also ist zu vermuten, daß die unterste, tiefste Schicht der menschlichen Natur und die Materie miteinander "verzahnt" sind. Marie-Louise von Franz, Schülerin von C.G. Jung und Dozentin am C.G. Jung-Institut in Zürich, ist in ihrer Arbeit zu überraschenden Einsichten über das Verhältnis Psyche-Materie gekommen. Sie trägt eine Auffassung der Zahl vor, in der sich mathematische, zahlensymbolische und psychologische Überlegungen begegnen, und sie untersucht die Beziehungen der Zahlen zu den -- von Jung zum erstenmal beschriebenen -- Synchronizitätsphänomenen und anderen parapsychologischen Gegebenheiten. Die Beziehung der Zahl zur Zeit wird dadurch neu definiert, ebenso der Begriff der Zeit selber.

Hinter dem Dualismus von Psyche und Materie läßt sich eine Einheitswirklichkeit ahnen, die beiden gemeinsam ist, der Unus Mundus. In historischen und modernen Mandala-Weltmodellen und in deren Verhältnis zu den Zahlen wird dieser Unus Mundus anschaulich gemacht. Er eröffnet sich eine Perspektive, die das Erkenntnisproblem in den Wissenschaften im allgemeinen betrifft: Der Archetypus (im Sinne C.G. Jungs) wird in seinem Ordnungsaspekt, als welcher sich die Zahl erweist, zu einer neuen, naturwissenschaftlich beschreibbaren Grundlage, die einer Reihe von Disziplinen gemeinsam ist.

Das Buch, das eine Zusammenschau von Mathematik, Tiefenpsychologie, Religionswissenschaft und Mythologie bietet, ist ein exemplarischer Beitrag zu dem immer wieder geforderten Dialog zwischen den Wissenschaften.


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