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Divination und Synchronizität

Schon immer haben Menschen versucht, in die Zukunft zu blicken. Sie verließen sich auf ihre Träume, beachteten aber auch andere Hinweise: sie schauten auf chaotische, sogenannt zufällige Muster, in China etwa auf die Bruchlinien eines erhitzten Schildkrötenpanzers. So erlangten sie intuitiv Zugang zum Wissen des
Unbewußten. Mit der Zeit entstanden ganze Systeme, um divinatorisch nach Willen und Absicht der Götter zu fragen. Deren Grundlagen waren oftmals Zahlen und geordnete Muster. Die bekannteste der verschiedenen Orakelmethoden ist sicher das chinesische I Ging. Auch die moderne Wissenschaft beschäftigt sich mit der Zukunft. Sie wendet Methoden an, um die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Entwicklungen zu ermitteln. Marie-Louise von Franz vergleicht solche mathematischen Ideen mit der Zahlenvorstellung archaischer Kulturen und beschreibt dabei, lebendig und faszinierend, die geheimnisvolle Welt der Zahlen.
Wie lernte der Mensch zählen und was bedeutete ihm am Anfang die Zahl? Dem Menschen waren Zahlen ursprünglich Götter, das heißt, sie waren lebendige Wesen. Zahlen messen nicht nur Quantitäten, sondern stellen ebenso Qualitäten dar, zum Beispiel die Qualität einer bestimmten psychischen Situation.
Mit Hilfe der Zahlen und Zahlenmuster des Orakels versucht der Mensch, die im Hintergrund wirkende archetypische Konstellation zu erfassen. Psyche und Materie begegnen sich. So gesehen basiert jedes Divinationsorakel auf einem synchronistischen Ereignis. In kongenialer Weise führt Marie-Louise von Franz die Forschungen C. G. Jungs zur Frage des Zusammenhangs zwischen Psyche und Materie weiter. Dabei zeigt sich eine geheimnisvolle Wirklichkeit, die beide Bereiche zu erfassen scheint.


Leinen gebunden,
Herausgeber: Stiftung für Jung'sche Psychologie

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15.12.2014


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